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Die Geschichte des jüdischen Volkes!
I) Der Anfang und die Herkunft!
Es war Winter, natürlich ohne Schnee aber mit viel Regen, im
Gebiet abgegrenzt im Norden vom Taurus-Gebirge, im Osten von den Flüssen
Euphrat und Tigris, im Westen von Fluss Jordan oder weiter vom Mittelmeer und
Nil, und im Süden gab es noch die große Saudi-Arabische Halbinsel. Viel Regen
war gefallen vor 3 – 4 tausend Jahren und die semitischen Nomaden zogen mit
ihren Ziegen in die Wüste, die zu dieser Zeit im Winter farbig und grün war.
Im Sommer trocknete dann alles aus und sie begaben sich wieder in die
obengenannten Randgebiete, wo es immer zu Zusammenstößen mit den dort
ansässigen Bewohnern kam. Diese hatten sich schon lange niedergelassen, weil
sie Kühe hielten, die einen Stall, immer frisches Wasser und grünes, saftiges
Gras brauchten. Diese Siedler begannen, auch mit benachbarten Völkern zu
handeln, zur See zu fahren oder kolonialisierten unzivilisierte
Küstenstreifen im ganzen Mittelmeer. Die Ägypter, Phönizier, Hetiter im
Westen, die Babylonier im Osten, einige Stadtstaaten am Fuß des Taurus und
Griechen in der Nähe der Kolonialstädte. Die Juden übernahmen von den
Sumerern Mythologie, wie Kain und Abel, Gog und Magog und Abraham, von den
Ägyptern zum Beispiel Joseph und Moses.
Diese Nomadengruppen bestanden normalerweise aus 20 Leuten, pro
Person waren ungefähr 5 Ziegen nötig. 20 Leute und 100 Ziegen war die Menge,
die sich bei einer größeren Quelle oder Wasserloch tränken ließ. Wurde die
Gruppe größer, teilten sie sich in 2 neue Gruppen. Meist nahm der
zweitälteste Sohn einige Freunde, 1 – 2 Frauen und ein paar Ziegen, um eine
neue Gruppe zu gründen.
II) Palästina und Israel!
Immer mehr Nomaden beschafften sich Kühe, weil die mehr Milch und
Fleisch gaben. Aber diese Tiere waren anspruchsvoller und brauchten einen
Stall, immer grünes Gras und frisches Wasser, deshalb siedelten sie sich an
und besetzten das Gebiet südlich der Phönizier, die ja auch Semiten waren.
Die Phönizier waren die erste Siedlerwelle gewesen, jetzt folgten ihnen die
Juden.
Ein Mann mit einer Kuh konnte eine Frau und 2 – 3 Kinder
ernähren. Eines hiervon (Mann) und eines davon (Frau): Das war der Beginn der
Monogamie und „ein“ Gott der Beginn des Monotheismus.
Es wurden immer mehr, vielleicht viele auf einmal; Das würde die
Geschichte vom Einzug in das versprochene Land Kanaan erklären. Warum? Wir
wissen es nicht genau und können nur daraus schließen, was auch noch heute in
den Regionen der 3. Welt ein natürlicher Ablauf der Geschehnisse ist. Eine
Periode von mehreren Jahren, mit extremer Trockenheit könnte diese Nomaden
gezwungen haben, sich in den immergrünen Randgebieten niederzulassen. Größere
Siedlungen entstanden, dann ein Staat. Er füllte die Lücke zwischen Phönizien
(heute Libanon), Ägypten und dem Trockenland im Osten. Von Petra, der in den
Stein gehauen Stadt, gingen die reicheren Karawanen zum Meer, um ihre Waren
auf Schiffe zu verladen, die Waren der ärmeren Karawanen wurden weiter per
Land auf Lasttieren bis nach Ägypten gebracht. Auf dem Rückweg gab es das
gleiche Bild. Das Teure über das Meer, das Billige auf dem Landweg, über
Petra und weiter tief nach Asien hinein.
III) Königreich – Untergang – Wiederaufbau
Am Anfang waren sie wie alle Nomaden noch kriegerischer und
angriffslustiger als die schon länger sesshaften, raubten die Nachbarn aus,
eroberten zusätzliche Gebiete. Groß genug geworden gründeten sie ein
Königreich mit einer Staatsreligion, die alle übernehmen mussten, wollten sie
weiterhin in ihrem Land bleiben, so zum Beispiel die Moabiter und Ammoniter.
Handelsbeziehungen in alle Richtungen und ein pompöser Königshof, die Königin
von Saba wurde geheiratet, ein gewaltiger Tempel auf dem Berg Sion (später
der Name für den Zionismus) in Jerusalem errichtet.
Aber die Freude sollte nur ein paar Königsgenerationen dauern,
wenn es, wie in allen Königreichen, überhaupt eine Freude für den kleinen
Mann gab, dem es eigentlich egal war, welcher Herrscher sich durch die
Abgaben der kleinen bereicherte, denn einmal waren es die Ägypter, dann die
Babylonier, die das Land zu ihren Untertanen und Tributzahlern machen
wollten. Insofern war es vielleicht doch nicht ganz unwichtig, ob das Land
nur einen Parasiten hatte, oder ob dieser noch einem anderen etwas abgeben
musste und deshalb dann doppelt soviel Steuern eintrieb.
Ein Teil des Volkes wurde nach Babylon verschleppt, weil man dort
wusste, von billigen oder fast kostenlosen Arbeitskräften guten Gebrauch zu
machen. Bis zur Zeit von Alexander dem Großen, der das Perserreich im 4.
Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zerschlug, lebte ein Teil des jüdischen
Volkes in Gefangenschaft. Der neue Herr erlaubte ihnen in ihr Land
zurückzukehren. Jetzt gab es natürlich einen Konflikt zwischen denen, die
hatten dort bleiben können, die Samariter, und jenen, die man verschleppt
hatte.
Mit dem Tod Alexanders brach auch sein Reich in drei größere und
viele kleinere zusammen, Griechenland, Ägypten und das Seleukidenreich. Die
Pufferzonen bildeten kleinere, lokal entstandene Staaten, wie zum Beispiel
der Jüdische. Viele Kämpfe, ohne dass sich wirklich jemand durchsetzen
konnte, wurden von den Römern beendet.
IV) 2000 Jahre Diaspora
Die Römer gliederten auch diesen Teil in ihr Reich ein und waren
normalerweise sehr tolerant, weil sie mehr an wirtschaftlichen Vorteilen
interessiert waren. Aber die jüdische Bevölkerung wollte sich nicht
eingliedern: - Jedes siebte Jahr bestellten sie zum Beispiel einen Acker nicht
und wollten deshalb dafür auch keine Steuern bezahlen – sie leisteten keinen
Militärdienst – und weigerten sich, den Kaiser als Gott anzuerkennen.
Im Jahr 70 unserer Zeit machte der spätere römische Kaiser Titus
Jerusalem dem Erdboden gleich und vertrieb die Juden. Während sie sich in
alle 4 Himmelsrichtungen verteilten, von Persien bis Spanien, von Äthiopien
bis Polen und den Kaukasus, besetzte die dritte Siedlungswelle ihr Land, die
Palästinenser.
Wie auch vorher, so auch jetzt wollten die Juden sich nicht
eingliedern, sondern ihre eigene Identität bewahren. Von einem heutigen
Standpunkt aus ist das kein so großes Problem, weil fortschrittliche
Gesellschaften verstanden haben, diese Vielfältigkeit zu ihrem Vorteil zu
nutzen, aber die damalige, dunkle, mittelalterliche, christliche Welt war für
solches positives Denken absolut nicht zu haben. Stattdessen verfolgte man
dieses Volk mit Pogromen, lieh sich von ihnen Geld, und wenn die Schuldenlast
dann zu sehr drückte, wurde alles für ungültig erklärt. Sie beherrschten
mindestens 2 – 3 Sprachen, beschäftigten sich mit Geldgeschäften und
bereiteten so die modernen Wirtschafts- und Wohlstandsgesellschaften vor. Im
20. Jahrhundert, als es endlich so aussah, als ob der europäische Mensch ein
bisschen fortschrittlicher geworden wäre, kam die letzte große Hasswelle des
Antisemitismus – der Faschismus und Nazismus, zuerst in Ungarn mit Horthy und
seinen Judengesetzen, das erste schon 1922, und dann in Deutschland mit
Hitler und dem Holocaust.
V) Das neue Israel
Dreyfus wurde als Offizier der französischen Armee als Spion
verurteilt, obwohl es eigentlich vor aller Welt klar war, dass er unschuldig
war. Ein Historiker fasste die ganze Geschichte am Ende seines Buches
zusammen: „Der einzige, der nicht verstand, worum es wirklich ging, war der
Angeklagte selbst.“ Es war ein Prozess gegen einen Juden und gegen das
Judentum. Es war natürlich nicht der einzige, viele aberwitzige, fast
mittelalterliche Verhandlungen fanden statt, in denen Juden, wie zum Beispiel
in Westungarn, beschuldigt wurden, Menschen zu verschleppen, um deren Blut
für religiöse Rituale zu benutzen.
Theodor Herzl berichtete als Journalist 1894 aus Paris von den
Gerichtsverhandlungen und erkannte, dass das jüdische Volk ein eigenes Land,
einen eigenen Staat braucht. Die Frage war nur, wo und wie es finanziert
werden sollte. Deshalb gründete Herzl eine Bewegung, dies war der Beginn des
Zionismus. Gelder wurden gesammelt, Leute wurden überzeugt und viele
Tochterbewegungen entstanden. Das Zielland war Palästina. Aber durfte man
andere vertreiben, um sich selbst ein Land zu schaffen?
Man kaufte dort vor allem von den lokalen Nomaden Land und zäunte
es ein. Der Nomade dachte, dass er es verkaufen könne, weil im nächsten Jahr
andere Nomaden kommen würden, und es den Juden wieder wegnehmen würden. Der
Jude dachte, dass er es billig kaufen könne, weil der Nomade nicht viel
verlangte. Das war der erste Schritt zum Konflikt.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Gebiet britisches Protektorat
und die jüdischen Vertreter konnten diesen Verträgen zur Gültigkeit
verhelfen. Jetzt genossen sie englischen Schutz.
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es viele von Juden begangene
Terroranschläge gegen britische Institutionen und Geschäftsinteressen, um die
Britten dazu zu zwingen, einem israelischen Staat zuzustimmen. Zusätzlich
wollten die Russen und die U.S.A. die Engländer aus dem Nahen Osten
vertreiben und unterstützten die jüdische Bewegung in Palästina, in der
Hoffnung dieses Gebiet dann unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die Amerikaner
gewannen und finanzieren seit dieser Zeit größtenteils diesen Staat.
Ungefähr alle zehn Jahre ein Krieg zwischen Arabern und Juden
sorgt dafür, dass es keine Ruhe gibt, die Juden genauso fanatisch, wie die
Araber.
Es ist seltsam, dass Ariel Sharon und Yasser Arafat fast zur
gleichen Zeit todkrank wurden, als es so schien, dass sie sich über einen
eventuellen Frieden einigen wollten.
Es gibt nur wenige Leute, wie Daniel Barenboim, die in dieser
fast aussichtslosen Situation versuchen, menschliche Brücken zu bauen.
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Else
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Die Geschichte des jüdischen Volkes!
Sonntag, 12. Juli 2015
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